Bienvenidos a Independencia!

..hieß es für uns am Samstag, als wir mit unendlich viel Konfetti, etlichem Händeschütteln oder auch Küsschen in Independencia, einer kleinen Provinzhauptstadt mitten im Gebirge Boliviens, herzlich begrüßt wurden.
Doch bevor es dazu kam, erlebten wir einige ereignisreiche Tage. Am Mittwoch, nach knapp 24 Stunden Anreise, kamen wir in Cochabamba am Flughafen an. Dort wurden wir mit einem “Luzia, Adriana? Ich bin Don Enóc” empfangen. Don Enóc arbeitet normalerweise in Independencia im Centro Social, verbrachte jedoch die letzten Tage in Cochabamba, um mit uns alles Organisatorische, heißt vor allem das, was das Visum angeht, zu regeln. Dies gestaltete sich nämlich durchaus kompliziert, da sich anscheinend hier nahezu monatlich die Vorgaben zwecks erforderlicher Unterlagen ändern. Mal sehen, was da noch so alles auf uns zukommt 😉
In Cochabamba waren wir für diese Zeit in CADECA – la Casa de Catequista – untergekommen. Dort fühlten wir uns aufgrund der wunderschönen Anlage schon fast wie im Urlaub. Adriana und ich :-) CADEC A
Auch fuhren wir zum ersten Mal, auf der Suche nach Handykarten und Internetsticks, wie waschechte Bolivianer mit dem Truffi.
“Wo fahren die Truffis? Wie steigt man da ein? Passen da überhaupt noch jemand rein? (→ Oh ja 15 Leute in einem 10-Sitzer sind doch gar kein Problem) In welche Richtung fährt der denn überhaupt? Oh mist, wo müssen wir aussteigen und wie kommen aus dem “überfüllten Ding” raus?”
– dies alles war im Endeffekt übrigens dann doch einfacher als gedacht 😉

Mindestens genauso nervenaufreibend war später auch unsere 6 stündige Fahrt von Cochabamba nach Independencia. Von den anfangs noch gut ausgebauten Straßen abkommend gelangten wir auf eine sehr kurvenreiche und engen Schotterpiste, die meistens neben 100 Meter tiefen Abgründen verlief, schlussendlich zu unserem Ziel. Dies alles machte jedoch der Ausblick auf die wunderschöne Natur, die uns umgab, wieder wett.Weg nach Independencia - abenteuerliche Straßen

In den ersten 4 Tagen war im Centro Social unsere Aufgabe bisher nur “poco a poco”, also uns langsam einzugewöhnen und die rund 100 Internatskinder (zB. bei etlichen UNO-Runden), die Mitarbeiter und die Anlage kennenzulernen.
Nun sind wir schon gespannt auf die nächsten Tage, an denen wir zum ersten Mal im Kindergarten mitarbeiten dürfen.
Davon werden wir beim nächsten Mal berichten!

Bis bald

Luzia und Adriana 🙂